Péter Vida

  • Mitglied des Kreistages Barnim
  • Mitglied des Landtages Brandenburg
  • Vorsitzender der Unabhängigen Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung Bernau
  • Vorsitzender des Beirates für Migration und Integration im Landkreis Barnim

Persönlich

Politisch

Ehrenamtlich

Inhaltlich

Persönlich

Geboren wurde ich 1983 in Schwedt. Ich bin ungarischer und deutscher Staatsangehöriger. Im Alter von 4 Jahren zog ich mit meiner Familie nach Nagykanizsa, in den Südwesten Ungarns. Seit 1994 lebe ich in Bernau. Nach dem Abitur am Paulus-Praetorius-Gymnasium Bernau studierte ich Rechtswissenschaften an der Freien Universität Berlin. Hiernach war ich Rechtsreferendar beim Brandenburgischen Oberlandesgericht. Seit 2010 bin ich Rechtsanwalt.

Politisch

2003 gründete ich die Wählergruppe BERNAU GEWINNT! und zog mit einem Wahlergebnis von 4,3% im Alter von 19 Jahren in die Stadtverordnetenversammlung Bernau ein. Dort bildete ich mit Thomas Strese und Dr. Dirk Weßlau die gemeinsame Unabhängige Fraktion, deren Fraktionsvorsitzender ich wurde.

Im Jahr 2008 traten Die Unabhängigen mit den meisten Kandidaten zur Wahl der Bernauer Stadtverordnetenversammlung an und erzielten 8,1%. Zur gleichzeitig stattfindenden Kreistagswahl schloss sich unsere Wählergruppe dem landesweiten Bündnis der Brandenburger Vereinigten Bürgerbewegungen / Freie Wähler (BVB / FREIE WÄHLER) an. In meinem Wahlkreis konnten wir 8,3% erzielen, sodass ich gemeinsam mit meinen Mitstreitern Dr. Günther Spangenberg und Johannes Friedrich Madeja Mitglied des Kreistages wurde. Bei der Landtagswahl 2009 konnten wir mit 1,7% der Stimmen einen Achtungserfolg erzielen. Kurz darauf trat ich für Die Unabhängigen bei der Bernauer Bürgermeisterwahl an und erhielt mit 11,4% ein gutes Ergebnis. Im Jahr 2011 wählten mich die Mitglieder der Brandenburger Vereinigten Bürgerbewegungen / Freie Wähler zu ihrem Landesvorsitzenden.

Ende 2011 traten Die Unabhängigen zur Wahl des Beirates für Migration und Integration des Landkreises Barnim, der sich für die Interessen der Migrantinnen und Migranten im Barnim einsetzt, an und errangen mit 45,4% die Hälfte der Mandate. Ich wurde zum Vorsitzenden dieses Gremiums der rund 4.000 Migranten und Flüchtlinge gewählt.

Im Jahr 2013 initiierte ich zusammen mit Jörg Arnold den Bürgerentscheid Gerechter Straßenausbau in Bernau. 94,6% der Wähler stimmen mit JA zu einer verbindlichen Befragung der Anlieger. Aufgrund der beharrlichen Weigerung des hauptamtlichen Bürgermeisters der Stadt, auf die Menschen zuzugehen, unterstützen Die Unabhängigen den kurz darauf stattfindenden Bürgerentscheid zur Abwahl des Bürgermeisters, der mit 60,5% erfolgreich war und die über 20-jährige Amtszeit beendete.

Bei der Kommunalwahl 2014 konnten wir unser Ergebnis weiter verbessern. Für die Stadtverordnetenversammlung steigerten wir uns auf 10,4%. Ich bin Vorsitzender der Unabhängigen Fraktion, der des Weiteren Thomas Strese, Dr. Dirk Weßlau und Torsten Neitzel angehören. Bei der Wahl zum Kreistag erhielten wir 8,5% der Stimmen und zogen mit 5 Sitzen ein. In meinem Wahlkreis erzielten wir mit 17,0% das beste Ergebnis, wobei ich meine Stimmenzahl verdreifachen konnte. Aufgrund der guten Zusammenarbeit schloss sich im Kreistag der Vertreter des Bündnis für Bernau unserer nunmehr 6-köpfigen Fraktion an, der neben mir Uwe Bruchmann, Thomas Strese, Christiane Herrmann, Sven Schilling und Jürgen Hintze angehören.

Im September 2014 konnte unser Verband seinen größten politischen Erfolg erringen. Mit landesweit 2,7% der Zweitstimmen und dem Erringen eines Direktmandates bei der Landtagswahl zog BVB / FREIE WÄHLER mit 3 Abgeordneten in den Landtag Brandenburg ein. Der Einzug über die Grundmandatsklausel ist historisch einmalig. Seitdem bin ich zusammen mit Christoph Schulze und Iris Schülzke Mitglied des Landtages Brandenburg.

Ehrenamtlich

Ich bin Vorsitzender des katholischen Fördervereins Herz-Jesu-Kirche Bernau e.V. Mit unseren mehr als 40 Mitgliedern bemühen wir uns, durch Veranstaltungen, Spendensammlungen und Aktionen, Geld für den Erhalt und die Renovierung unserer Bernauer Kirche zu akquirieren.

Inhaltlich

Als unabhängiger Kandidat bin ich keiner Partei verpflichtet, die mir Vorgaben macht. Gerade in diesen Zeiten verfolge ich deshalb eine klare Linie: Meine Entscheidungen richte ich am Willen der Bürger aus. Denn meines Erachtens verpflichtet ein politisches Mandat auch. Es verpflichtet einen dazu, ständig und regelmäßig dem Wählerauftrag gerecht zu werden. Man hat die Pflicht, sein Handeln an den Bedürfnissen der Bürger auszurichten. Wenn man durch eine Wahl Verantwortung übertragen bekommt, hat man sich durch seine Anträge und Aktivitäten am Gemeinwohl zu orientieren. Dieses Gemeinwohl ist nicht zu verwechseln mit Partikular -oder Parteiinteressen.

Wenn man erwartet, dass die Bürger die Entscheidungen akzeptieren, hat man auch alles dafür zu tun, Entscheidungen, die in ihrem Sinne sind, herbeizuführen. Hierfür muss der Politiker sich regelmäßig bei den Betroffenen, bei den Menschen rückversichern. Was sind die Belange, was sind die Sorgen der Bürger? Hierbei kommt es darauf an, dass der politisch Verantwortliche sich eingesteht, dass er nicht alles wissen und nicht alles kennen kann. Dies wird von ihm auch nicht erwartet. Er hat aber – wenn er sich in der Materie nicht auskennt – mit den Bürgern Rücksprache zu halten. Am Ende steht in einer repräsentativen Demokratie die eigene Gewissensentscheidung.

Um die Bürger mitzunehmen, muss ihnen der Staat die nötigen Freiheitsrechte einräumen. Die Freiheit, seine Meinung zu verbreiten, die Freiheit am politischen Leben gleichberechtigt mitzuwirken und die Freiheit, sich überallhin zu bewegen. Dieser in Ostdeutschland vor rund einem Vierteljahrhundert durch Niederringung der kommunistischen Willkürherrschaft wiedererlangte Wert, darf nicht relativiert und durch andere ebenfalls wichtige Werte in Frage gestellt werden. Das Leid, welches zwei menschenverachtende Systeme, zwei totalitäre Diktaturen über unser Land gebracht haben, sind Mahnung an alle, den Wert der Freiheit nie mehr in Frage zu stellen. Doch erschöpft sich diese Freiheit nicht im bloßen geschriebenen Recht, sie ist nur wahrhaftig, wenn man auch faktisch umfänglich von ihr Gebrauch machen kann. Daher muss man tag-täglich für den Erhalt dieses Wertes einstehen. Die Freiheit der Bürger in der Kommunikation ohne amtliche Überwachung gehört auch dazu.

Bei der Einbeziehung der Bürger ist es wichtig, die Gleichberechtigung aller zu wahren. Denn es sollten Entscheidungen getroffen werden, die ein würdevolles, gleichberechtigtes und friedliches Miteinander ermöglichen. Zum Zusammenleben in einer Gemeinschaft gehört, dass jeder Teil dieser Gemeinschaft über ein ausreichendes Maß an Teilhabe verfügt. Auch für den, der mehr Anteil an den Früchten der Gesellschaft hat, stellt es einen Wert dar, wenn der andere nicht leer ausgeht. Und zwar nicht deshalb, weil er sich daraus verspricht, am nächsten Tag von diesem wieder etwas erlangen zu können, sondern weil ihm das mitmenschliche Sozialgefühl dies so gebietet. So wird man sich auf einen Konsens verständigen können, der Ausgrenzung, Diskriminierung und Verachtung anderer zurückdrängt. Dies impliziert die Ablehnung von jeder Form von Entrechtung aufgrund der Zugehörigkeit zu irgendeiner Gruppe und den Einsatz für ein soziales Miteinander. Weder Existenzangst noch Bedrängnis werden einen Menschen zu mutigen, höheren Leistungen anspornen können. Nicht das Zurückfahren sozialer Leistungen und das Anlegen neuer wirtschaftlicher Daumenschrauben motivieren einen Menschen, sondern die aufzuzeigende Option, dass sein Talent und sein Können gebraucht und in anständiger Weise gewürdigt werden. Ansporn erwächst aus dem Bewusstsein, für seinen Fleiß belohnt zu werden. Wenn diese Grundlage geschaffen ist, muss sodann aber Strebsamkeit auch honoriert werden. Chancengleichheit vorausgesetzt, hat jeder das Recht und die Pflicht, nach Gutem für die Allgemeinheit und auch sich zu suchen.

Mit Aufgeschlossenheit und Respekt soll man Menschen anderer Kulturen entgegengehen. Durch wirkliche Offenheit kann man so viel Interessantes und Bereicherndes erfahren. Deswegen setze ich mich in meiner Arbeit im Bereich der Migration und Integration für einen echten interkulturellen Dialog ein. Das Miteinander der Menschen verschiedener Kulturen und Religionen ist das Fundament für ein friedliches Zusammenleben.

Mit Mut, Entschlossenheit, Herz und Verstand soll ein Bürgervertreter für Land und seine Leute im Einsatz sein. Ich bemühe mich, dem gerecht zu werden.