ÖPNV im Barnim bald nur noch Bürgeraufgabe?

Öffentlicher Nahverkehr im Barnim droht, aus der Fläche zurückgezogen zu werden – BVB / FREIE WÄHLER fordert gleichwertige Versorgung

Ehemalige Bushaltestelle (Bildquelle: Joeb07 Wikipedia)

Der ÖPNV ist Aufgabe des Kreises und damit unterstaatlicher Stellen. Besonders im ländlichen Raum sollte der ÖPNV keine Frage der Wirtschaftlichkeit sein, sondern Teil der Daseinsvorsorge. Daher muss auch die kommunale Politik Sorge dafür tragen, dass ein flächendeckender, altersgerechter und barrierefreier ÖPNV mit guten Anschlüssen die Lebensqualität im ländlichen Raum sichert und dieser auch in den Morgen- und Abendstunden sowie am Wochenende funktioniert. Nur so lässt sich eine Abwanderung junger Menschen in die Großstädte vermeiden und ein aktives und attraktives Leben auf dem Land gewährleisten. Dies ist gerade mit Blick auf die Zukunft sehr sinnvoll.

Dafür muss die Politik den Rahmen schaffen und diesen auch ausfinanzieren. Auf diese Weise sind auch das Einhalten der Klimaziele, die Nachhaltigkeit der Ressourcen und damit verbunden der Erhalt von hochwertigen Arbeitsplätzen und Fachkräften im ländlichen Raum möglich.

Zwar mag die Bereitstellung von Mitteln zur Einführung von Bürgerbussen in der Schorfheide auf den ersten Blick förderlich sein. Genauer betrachtet zieht sich der Staat bzw. die Kommune jedoch aus der Verantwortung. Er überlässt die Bürger wieder einmal sich selbst.

Nein, die Politik muss hier ganz klar ihrer Verantwortung gerecht werden und den ÖPNV wieder stärken und ausreichend ausstatten, damit dieser überall und nicht nur in ausgewählten Regionen glänzt. Diese Aufgabe hat der Kreis zu priorisieren, um allen Bürgern ein gutes und gleichwertiges Nahverkehrsnetz zu ermöglichen.

Daher fordert BVB / FREIE WÄHLER einen Fördertopf für Buslinien, welcher eine dreijährige Testphase beinhaltet. Nach dieser Zeit ist zu überprüfen, inwieweit finanzielle Anpassungen vorgenommen werden, damit die Förderung möglichst effizient bleibt.